Projekte Chemie

Viktoria Köppl

Name: Viktoria Köppl
Alter: 12
Schule: Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld, Burglengenfeld
Wohnort: Burglengenfeld
Fachgebiet: Chemie
Regionalwettbewerb: Oberpfalz
Thema:

Wachsmotte: Bienenschädling ohne Nutzen?

Projektbeschreibung

Die Wachsmotte ist in der Imkerei ein lästiger Schädling. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, ob die Wachsmotte bzw. ihre Larve auch nützlich sein können. Bei meinen Recherchen bin ich auf den Maulbeerspinner gestoßen.

Aus dem Kokon des Maulbeerspinners wird der Seidenfaden gewonnen, aus dem Seide hergestellt wird. Ich habe mir überlegt, ob dies auch mit dem Kokon der Wachsmotte möglich wäre. Dazu habe ich versucht aus dem Wachsmottenkokon Fäden zu gewinnen. Diese Fäden habe ich dann auf Reißfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Säuren und Basen getestet. Auch die Fadenlänge und die Fadengewinnung habe ich unter die Lupe genommen. Alle Versuche habe ich sowohl mit den Wachsmottenkokons bzw. deren Fäden, als auch mit den Kokons und den Fäden des Maulbeerspinners durchgeführt, um herauszufinden, ob der Wachsmottenfaden eine Alternative zum Seidenfaden ist. Das Ergebnis:

- aus Wachsmottenkokons lassen sich, wenn auch aufwendiger als beim Kokon des Maulbeerspinners, Fäden gewinnen - die Fäden der Wachsmottenkokons halten einiges Gewicht aus, sind aber nicht so reißfest wie die Fäden des Seidenspinners

- Säuren und Basen vertragen beide Fadenarten weniger gut

- der Faden von einem Maulbeerspinnerkokon ist länger

Fazit: Der Wachsmottenfaden ersetzt den Faden des Seidenspinners mit Sicherheit nicht. In manchen Bereichen wäre es mit Sicherheit möglich, den Wachsmottenfaden an Stelle des Seidenfadens zu verwenden. Dies wäre vor allem ökologisch gesehen sinnvoll, da es Wachsmotten sozusagen vor der Haustüre gibt, während der Maulbeerspinner nicht heimisch ist.