Projekte Biologie

Keimung von Ginkgosamen unter verschiedenen Bedingungen

Wir sind Mitglieder der Schulgartengruppe unserer Schule. Da im Garten hinter dem Schulhaus zwei alte Ginkgos (Ginkgo biloba) stehen, ist dieser Baum sozusagen zum „Wahrzeichen“ unserer Schule geworden. Daher züchten wir jedes Jahr viele kleine Ginkgo-Bäumchen, die dann unsere Abiturienten als Andenken geschenkt bekommen und die wir außerdem an unserem Schulfest verkaufen. Im Internet findet man mehrfach den Hinweis, die Ginkgo-Samen müssten vor der Aussaat mit Schleifpapier angeraut und dann 24 h in lauwarmem Wasser eingelegt werden.

Bei mehreren hundert Samen ist das eine mühsame und langwierige Arbeit. Daher haben wir uns vorgenommen, in einer Versuchsreihe herauszufinden, ob diese Maßnahmen die Keimung tatsächlich fördern. Außerdem wollten wir auch den Einfluss einer Kältebehandlung vor der Aussaat und der Temperatur während der Keimung untersuchen. Daher haben wir unsere Samen in 7 verschiedenen Ansätzen gepflanzt, die wir abgesehen von den folgenden Maßnahmen völlig gleich behandelt haben.

 

  1. Kontrolle, keine Vorbehandlung
  2. keine Vorbehandlung, Keimung bei höherer Temperatur
  3. Samen angeraut
  4. Samen eingeweicht
  5. Samen angeraut und dann eingeweicht
  6. Samen 4 Wochen kältebehandelt
  7. Samen zuerst angeraut, dann 4 Wochen kältebehandelt

Unsere Versuche haben gezeigt, dass keine der Maßnahmen die Keimungsrate wesentlich erhöhen konnte. Bei den eingeweichten und bei den angerauten und zusätzlich kältebehandelten Samen war sie sogar deutlich niedriger. Die Keimungsgeschwindigkeit konnte durch keine Vorbehandlung der Samen, sondern nur durch eine erhöhte Keimungstemperatur vergrößert werden.

Unser Fazit: Das Saatgut sollte vor der Aussaat gar nicht vorbehandelt, sondern einfach eingepflanzt und zur Keimung an einen warmen Ort gestellt werden.

Forscher: | Fabian Schneiderbanger | Nicolas Sperling |
Fachgebiet: Biologie
Regionalwettbewerb: Oberfranken